Fünf Mitglieder des DRK OV Niederwerth belegten in den vergangenen Wochen in Wirges einen ganz besonderen Lehrgang. Über drei Wochenenden wurde alles rund um den Fachdienst Betreuung im DRK gelehrt.

Am ersten Wochenende ging es um die Grundlagen, die Fakten und die Aufgaben des Betreuungsdienstes. Außerdem standen die psychosoziale Betreuung von Betroffenen und der Umgang und die Nachsorge von Einsatzkräften auf dem Plan. Die Helfer lernten mit traumatisierten Betroffenen umzugehen und diese fachgerecht zu Betreuen. Natürlich wurde auch über das Thema Tod im Einsatz gesprochen. Es ist wichtig, dass auch Einsatzkräfte mit solch belastenden Situationen umgehen können. Gemeinsam mit einem Seelsorger wurden Situationen durchgesprochen und verschiedene Methoden geübt. Auch über Konflikte zwischen Betroffenen und Einsatzkräften wurde gesprochen. Die Teilnehmer wurden über das Konfliktmanagement während dem Einsatz informiert und sind nun in der Lage, diese -oft markanten- Situationen sachlich zu klären.

Am zweiten Wochenende wurden die Themen dann etwas praktischer. Es wurde gelehrt, wie eine Anlaufstelle, ein Betreuungsplatz und eine Notunterkunft aufgebaut und eingerichtet werden. Die Ausstattung eines Gerätewagens wurde erkundet und in einer Garage aufgebaut. Die Teilnehmer lernten so in geringer Zeit eine Betreuungsstelle aufzubauen. Der nächste große Punkt war die Erkundung von Objekten. Mit den zwei Grundregeln „von außen nach innen“ und „von links nach rechts“ wurden verschiedene Objekte mit Hilfe von Listen, Skizzen und Plänen auf Beschaffenheit, Fassungsvermögen, Potential der Nutzung von Räumen und Hallen erkundet. Die Registrierung von Betroffenen, die im Betreuungsdienst lückenlos ablaufen muss, wurde in besonderem Maße durchgesprochen und geübt. Jeder Betroffene muss registriert sein, damit sich die Einsatzkräfte einen guten Überblick über die Situation beschaffen können.

Die Notunterkunft, der aufwändigste und größte Sektor im Betreuungsdienst, wurde ganz besonders unter die Lupe genommen. Worauf muss geachtet werden? Welche Funktionsräume müssen eingerichtet werden? Wie müssen die Belegungspläne von Betroffenen in einer Einrichtung erstellt werden? All das wurde theoretisch besprochen und teilweise praktisch geübt.

Das dritte Wochenende war gefüllt mit zwei Prüfungen. Samstags musste die Gruppe in kurzer Zeit eine Schule mit fünf Gebäuden erkunden und Belegungspläne erstellen. Am Nachmittag musste in einem Gebäude der Schule eine Betreuungsstelle aufgebaut werden. Nach kurzer Zeit kamen ca. 40 Statisten, die über mehrere Stunden von der Gruppe- wie im Ernstfall- versorgt werden mussten. Die Arbeit der einzelnen Teilnehmer wurde von den Schiedsrichtern und den Statisten in einer Nachbesprechung bewertet

Sonntags folgte die schriftliche Prüfung. In einer Stunde mussten 30 Aufgaben aus allen Bereichen des Lehrgangs gelöst werden. Zum Bestehen des Lehrgangs mussten die Teilnehmer eine bestimmte Punktzahl erreichen. Zum Ende des Lehrganges folgten noch Einzelgespräche mit den Ausbildern. Diese Gespräche dienten der Reflexion und der Betrachtung des Erlernten. Nach drei erlebnisreichen Wochenenden freut sich der Ortsverein über fünf Bereitschaftsmitglieder mit der Zusatzqualifikation „Fachdienstausbildung Betreuungsdienst“.

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